Der Wahlkreis 57

Der Wahlkreis 57Der Bundestagswahlkreis 57 umfasst die Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und zwei Ämter des Havellandes. Dieser Wahlkreis ist somit der flächenmäßig größte Deutschlands.

Der Landkreis Prignitz

Durch die Zusammenlegung der Landkreise Pritzwalk, Perleberg und der Gemeinden des Amtes Gumtow am 06. Dezember 1993 entstand der Landkreis Prignitz im Rahmen der brandenburgischen Kreisgebietsreform. Die Prignitz ist ein ländlich geprägter Kreis im äußersten Nordwesten des Landes Brandenburg. Sie grenzt an einen einzigen weiteren Brandenburgischen Kreis, den Landkreis Ostprignitz–Ruppin. Außerdem grenzt die Prignitz an drei andere Bundesländer: Mecklenburg- Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen –Anhalt. Der Landkreis Prignitz hat eine Fläche von 2.123,31 km² und ca. 84.200 Einwohner. Die Bevölkerungsdichte beträgt 40 Einwohner je km². Der Landkreis Prignitz besteht aus 26 Gemeinden, darunter sieben Städte. Kreisverwaltungssitz ist die Stadt Perleberg. Perleberg ist Mittelzentrum in Funktionsteilung, regionales Verwaltungszentrum und ein Gewerbe- und Industriestandort. Bei ca. 13.000 Einwohnern ist Perleberg ein wichtiger Wirtschaftsplatz dieser Region und Schwerpunkt der gewerblichen Entwicklung. In wirtschaftlicher Hinsicht ist die Prignitz vor allem durch landwirtschaftliche Produktion und Verarbeitung geprägt. Vorhanden sind aber auch sehr viele kleine und mittelständische Unternehmen. Perleberg, Wittenberge und das Amt Karstädt sind gemeinsam einer von 15 ausgewiesenen regionalen Wachstumskernen des Landes Brandenburg. Für mehrere Entwicklungsfelder besteht für die Prignitz nach der Neuausrichtung der brandenburgischen Wirtschaftförderung eine Höchstförderung (Metallerzeugung, Ernährungswirtschaft, Mineralwirtschaft/Biokraftstoffe, Kunststoffe/Chemie, Schienenverkehrstechnik und Medien/ Informations- und Kommunikationstechnologie). Aber auch die Region um Pritzwalk/Falkenhagen ist ein Schwerpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung in der Prignitz. Hier hat sich der Verein „Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock/Dosse“ gegründet. Es gibt im Landkreis elf vollständig erschlossene Gewerbegebiete. Der Tourismus ist in der Prignitz von großer Bedeutung. Als älteste Region der Mark Brandenburg lädt die Prignitz zu zahlreichen Burgen, Herrenhäusern, Kirchen und historischen Grabstätten ein. Eine abwechslungsreiche Kunst- und Kulturlandschaft, wie z.B. mittelalterliche Städte, Bau- und Kunstdenkmäler und Bauern- und Fachwerkhäuser, sind hier zu entdecken. Einladend sind auch die zahlreichen Badegewässer und die Wanderangebote, sei es mit dem Rad, mit dem Boot oder mit dem Kanu.

 

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin

Durch die Zusammenlegung der Landkreise Wittstock, Kyritz und Neuruppin am 6. Dezember 1993 entstand der Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Rahmen der brandenburgischen Kreisgebietsreform. Dieser Landkreis hat eine Fläche von 2.509,22 km2 und 104.786 Einwohner. Er umfasst den Osten der Region Prignitz, die Ruppiner Platte, den größten Teil des Ruppiner Landes und das Ländchen Bellin des Havellandes. Im Norden geht er in die Mecklenburgische Seenplatte über. Ostprignitz-Ruppin ist der flächenmäßig fünftgrößte Landkreis Deutschlands und der drittgrößte Brandenburger Landkreis. Auch Ostprignitz-Ruppin ist ein ländlich geprägter Kreis des Landes Brandenburg. Landschaftlich sind der Westen und Süden des Kreises vor allem durch agrarische Nutzung geprägt. Der Nordosten mit seinen ausgedehnten Wäldern und zahlreichen Seen bildet ein bedeutendes Tourismuspotenzial. Kreisverwaltungssitz ist die Stadt Neuruppin. In der „Fontanestadt“ Neuruppin hat die Regionale Planungsstelle der Region Prignitz-Oberhavel ihren Sitz, die neben Ostprignitz-Ruppin auch Prignitz und Oberhavel umfasst. Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin zählt mit 43 Einwohnern pro km2 gemeinsam mit der Prignitz zu den fünf am dünnsten besiedelten Landkreisen Deutschlands. Zwei Drittel der Einwohner konzentrieren sich in den Städten Neuruppin, Wittstock, Fehrbellin und Kyritz. Die gewerbliche Wirtschaft im Landkreis Ostprignitz-Ruppin konzentriert sich auf drei Standorte: → Regionaler Wachstumskern Neuruppin (Neuruppin-Rheinsberg, Temnitz, Lindow, Fehrbellin) → Autobahndreieck Wittstock/Dosse (Wittstock, Heiligengrabe) → Kleeblattregion Kyritz (Wusterhausen, Neustadt) Der Tourismus nahm vor allem in Neuruppin, Rheinsberg und Lindow zu, hier befinden sich auch drei Viertel der Bettenkapazitäten.  

 

Zum Westhavelland und damit zum Landkreis Havelland gehören das Amt Friesack mit der Stadt Friesack und den Gemeinden Mühlenberge, Paulinenaue, Pessin, Retzow und Wiesenaue sowie das Amt Rhinow. Im Havelland gilt das Westhavelland als das Naturparadies. Das Ländchen Rhinow ist ein Teil des Naturparks Westhavelland. Der etwa 70 km westlich von Berlin gelegene und im Juni 1998 eröffnete Naturpark Westhavelland gehört zu den gewässerreichsten Regionen Deutschlands und ist der größte Naturpark im Land Brandenburg.

 

 
Schliessen

Nehmen Sie Kontakt auf!

Bitte füllen Sie alle Felder aus, die mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet sind.

Kontaktdaten
Ihre Nachricht
Einverständniserklärung